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Thering/Weinberg: Entscheidung über Streckenführung für Hamburgs Westen lässt viele Fragen offen!

09.07.2019

Heute hat der Senat endlich das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für die Schnellbahnanbindung des Hamburger Westens vorgestellt.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Mit der Ankündigung, die Science City Bahrenfeld an die Schnellbahn anzubinden, war die Entscheidung für die Erschließung durch die S32 eigentlich gefallen. Die U5 soll also an den Arenen enden und Osdorf, Lurup und Bahrenfeld dann über eine Ausfädelung der S32 an der Holstenstraße angebunden werden. Diese Entscheidung hat leider schon viel zu lange gedauert. Eine Realisierung dieser Abschnitte wird noch viel weitere Jahrzehnte dauern, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass Rot-Grün schon für die Umsetzung der bisher geplanten U5-Abschnitte kein überzeugendes Finanzierungskonzept hat. Eines ist klar: Die Realisierung der U5 und der S32 wird für Hamburgs Steuerzahler extrem teuer und erfolgt bisher auf ungedeckten Schecks. Denn ob und in welcher Höhe sich der Bund an diesen wichtigen Nahverkehrsprojekten beteiligt, steht, ohne eine erfolgte Prüfung auf Bundeszuschüsse, ebenfalls noch völlig in den Sternen. Als CDU möchten wir, dass dieses wichtige Verkehrsprojekt ein Erfolg wird. Meinen SPD und Grüne es mit dem guten Regieren ernst, muss der Senat jetzt ohne weitere Verzögerung Butter bei die Fische packen und die Hamburger und vor allem auch den Bund bei den Gesamtkosten für die Realisierung der U5 und im Weiteren auch der S32 nicht weiter im Ungewissen lassen. Der Schnellbahnanschluss des Hamburger Westens darf nicht scheitern, denn Osdorf, Lurup und Bahrenfeld warten schon viel zu lange darauf."

Dazu erklärt Marcus Weinberg, Bundestagsabgeordneter aus Altona und designierter Spitzenkandidat der Hamburger CDU: „Rund neunzigtausend Menschen in Osdorf, Bahrenfeld und Lurup haben auf die `große Entscheidung´ des Senates zur Schnellbahnanbindung geradezu sehnsüchtig gewartet. Diese werden jetzt aber erneut enttäuscht feststellen, dass zwischen Ankündigung und Realisierung noch viele weitere Jahrzehnte vergehen werden. Die Menschen im Westen bleiben wieder auf der Strecke. Es gibt keine vollständigen Kostenunterlagen, keine Aussage über die Termine der Inbetriebnahmen, und bei der S32 ist sogar noch offen, wer das Projekt überhaupt realisiert. Die angekündigten Expressbusse zum Ende des Jahres werden die Wartezeit auf Dauer zumindest nicht adäquat überbrücken. Gut ist, dass die U5 bis zu den Arenen fährt. Schlecht ist, dass es zwischen der U5 und der S32 keinen direkten Übergang geben wird. Die Strecken liegen dicht beieinander, aber zum Umsteigen doch zu weit weg. Der HSV-Fan aus Lurup würde nicht nur gerne wieder Erstligafußball sehen, sondern auch direkt zu den Arenen fahren. Zumindest der Senat bleibt damit bis zur Wahl im Februar Zweitklassig. Auch wird weder der heutige Altonaer Fernbahnhof direkt angebunden, noch der neue Fernbahnhof am Diebsteich. Stattdessen sollen die Fernbahngäste aus dem Westen auch noch zum bereits heute überfüllten Hauptbahnhof gelenkt werden. Dieses ist in Teilen eine Fehlkonstruktion, die noch nachhaltig wirken könnte. Der Senat hat die Chance auf die Entwicklung eines ganzheitlichen Mobilitätsansatzes für den Hamburger Westen über eine kluge Schnellbahnanbindung verpasst. Es bleibt bei einem Stückwerk mit vielen offenen Fragen nach Kosten und konkreten Terminen. Die Menschen in Lurup und Osdorf werden also weiter auf eine baldige Schnellbahnanbindung warten müssen."

Dennis Thering

Dennis Thering
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