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Kreuzmann: Sport steht beim Senat im Abseits

15.12.2016

Der Senatsentwurf des Sportetats für die kommenden beiden Jahre greift finanziell zu kurz und setzt inhaltlich falsche Akzente. Nur knapp 0,2 Prozent des Gesamthaushalts der Stadt fließen in den Sport. Leidtragende sind vor allem die Vereine und Verbände, die weiterhin um jeden Cent betteln müssen. Die CDU setzt sich in den laufenden Haushaltsberatungen daher für deutliche finanzielle (Drs. 21/7080) und bauliche (Drs. 21/7142) Verbesserungen für Vereine und Verbände ein. Nach den Hiobsbotschaften der letzten Jahre soll zudem die Zahl der Top- und Profiteams zu einem festen Gradmesser der Sportpolitik gemacht werden (Drs. 21/7134). Und um den großen Mehrwert des Sport für unsere Stadt auch wirtschaftlich endlich machen zu können, soll ein Sportwirtschaftsbericht vorgelegt werden (Drs. 21/7135).\r\nDazu erklärt Thomas Kreuzmann, sportpolitischer Sprecher: „Dem Senat scheint der Schock über die gescheiterte Olympia-Bewerbung noch in den Knochen zu stecken. Der jetzige Entwurf des Sportetats ist zumindest kein kräftiges Bekenntnis zur Sportstadt Hamburg. Statt die Vereine und Verbände als Rückgrat des Sports in unserer Stadt maximal zu stärken, schmückt sich der glücklose Sportsenator anscheinend lieber mit Hochglanzbroschüren und werbewirksamen Großveranstaltungen. Der Mehrwert dieser eventorientierten Politik für den Vereins- und Breitensport aber ist begrenzt. Die Vereine und Verbände brauchen schlichtweg mehr Geld und mehr Beachtung bei den städtischen Sportstätten. Und die Top- und Profiteams müssen vom Senat endlich als das erkannt werden, was sie zweifelsohne sind: Aushängeschilder und Vorbilder. Außerdem muss der Senat einfach verstehen, welchen wirtschaftlichen Mehrwert der Sport als Standortfaktor hat. Andernfalls droht aus dem postolympischen Dämmerschlaf ein sportpolitisches Wachkoma zu werden.“  

Thomas Kreuzmann

Thomas Kreuzmann
Fachsprecher für Sport

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