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Heißner: Tragische Serie schwerer Kindesmisshandlungen in Mitte darf sich nicht weiter fortsetzen

04.05.2015

Im Fall des schwer misshandelten Säuglings Jamie wurde nun bekannt, dass es zuvor mehrere Einsätze der Polizei in der elterlichen Wohnung gegeben hat. Obwohl die Polizei das Jugendamt im Bezirksamt Mitte über diese Einsätze informiert hatte, nahm dieses die Vorfälle jedoch nicht zum Anlass, einzugreifen.

Dazu erklärt Philipp Heißner, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Wie kann es sein, dass in Hamburg-Mitte schon wieder in einer polizeibekannten Familie ein Kleinkind Opfer einer so schrecklichen Gewalttat wird? Wieso ist das Jugendamt nicht sofort eingeschnitten,  nachdem ihm die wiederholten Polizeieinsätze in der elterlichen Wohnung bekannt geworden sind? Die schlimme Serie schwerer Kindesmisshandlungen unter den Augen der Behörden in Hamburg-Mitte darf sich nicht weiter fortsetzen. Der Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend der Hamburgischen Bürgerschaft muss sich jetzt unverzüglich mit dem tragischen Fall befassen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich jetzt die schlechte Informationspolitik wie im Fall Yagmur wiederholt und die parlamentarische Aufklärung hinausgezögert wird. Um die Hintergründe des Falls zu durchleuchten, haben wir eine Schriftliche Kleine Anfrage an den Senat gestellt. Wir fordern den Senat auf, hier gerade auch in Bezug auf die Verantwortung des umstrittenen Bezirksamts Mitte umfassend aufzuklären. Verschleierungsversuche, wie in der Vergangenheit, werden wir nicht hinnehmen.“

Philipp Heißner

Philipp Heißner
Fachsprecher für Familie, Kinder, Jugend

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22527 Hamburg
Tel.: 040-5500 9464
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