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Heißner: Abzug von Kinderkrankenschwestern beim Baby-Begrüßungsprogramm sofort stoppen

10.05.2015

Laut Medienberichten hat der Bezirk Mitte Kinderkrankenschwestern in erheblichen Umfang vom sogenannten Baby-Begrüßungsprogramm abgezogen, da sie entgegen ihrer ursprünglichen Aufgabe nun für die Teilnahmekontrolle an den Kindervorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden. Die Besuche von Eltern mit Babys entfallen daher ersatzlos.

Dazu erklärt Philipp Heißner, familienpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Wenn nun auch noch im Bezirk Hamburg-Mitte, in dem in den vergangenen Jahren schon drei Kinder zu Tode gekommen sind, rund 800 Babybesuche ausfallen, ist das inakzeptabel. Es besteht offensichtlich eine Lücke in Hamburgs Kinderschutz-System. Der chronische Personalmangel in den Bezirksämtern in Folge der verantwortungslosen Personalpolitik des Senats und das Verantwortungschaos zwischen den zuständigen Behörden gefährden das Wohl  der Kinder. Die zweifellos wichtige Kontrolle der Frühuntersuchungen darf nicht zum Ausfall der Baby-Begrüßungsbesuche führen. Wir fordern, dass Kinderkrankenschwestern sich nicht weiter mit Verwaltungsaufgaben herumplagen müssen, sondern sich den Baby-Begrüßungsbesuchen umfassend widmen können. Dass dem Bezirksamt Hamburg-Mitte, in dessen Zuständigkeit sich der höchste Anteil prekärer Familien befindet, lediglich 0,75 von insgesamt 15 zusätzlichen Stellen zugewiesen wurden, ist ein unhaltbarer Zustand. Der Senat ist dringend aufgefordert, in diesem hochsensiblen Bereich für eine ausreichende Personalausstattung der Jugendämter zu sorgen.“

Philipp Heißner

Philipp Heißner
Fachsprecher für Familie, Kinder, Jugend

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22527 Hamburg
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