Rede von Robert Heinemann
Rede von Dr. Walter Scheuerl
Schulen in der Enge - Lernen wie in der Sardinenbüchse
Container statt Paläste –
Hamburgs Schulen platzen aus allen Nähten
10.000 Kinder lernen im Container
Container statt Klassenzimmer – das wird nach den Sommerferien für 10.000 Kinder in Hamburgs Schulen zur alltäglichen Realität. Dann werden es über 450 Container sein, die als Ersatz für richtige Räumlichkeiten herhalten müssen. Ein Ende dieser Provisorien ist leider nicht in Sicht. Schulsenator Rabe mietet offenbar lieber Container, als Schulen zu bauen.
Weniger Klassenräume für mehr Schüler?
Dabei werden die richtigen Klassenräume dringender denn je gebraucht: Durch die ganztätige Betreuung in den Schulen und die kleineren Schulklassen benötigen wir ohnehin mehr Räume als früher. Hinzu kommen die steigenden Schülerzahlen in den nächsten Jahren. Die Schulen platzen sprichwörtlich aus allen Nähten.
Das Schulbau-Verhinderungs-Programm
Statt endlich zu bauen, mietet die Stadt zum Übergang teure Container für jährlich 42.000 Euro. Das ergibt Mietkosten von rund 19 Millionen Euro – dafür könnte der Schulsenator jedes Jahr 100 feste Klassenräume bauen lassen. Das Bauen schiebt er jedoch auf die lange Bank. Erst verweist er auf den damals ausstehenden Schulentwicklungsplan, dann auf die Umstrukturierung des Schulbaus selbst. Mittlerweile liegt die Kompetenz dazu nicht mehr bei Senator Rabe, sondern bei der Finanzbehörde und der Senatskanzlei, also letzten Endes beim Bürgermeister. Rabes Aussage zur Umstrukturierung kann daher nur noch als hilfloser Appell an Olaf Scholz verstanden werden:
„Jetzt den Schulbau noch einmal umzuorganisieren und wiederum ein Jahr zu warten, bis sich alles gefunden hat, das wäre, glaube ich, gegenüber den Schülerinnen und Schülern in Hamburg fahrlässig.“
PM: Aus Scholz Palästen werden Containerburgen
PM: Schulbauverhinderungs-Konzept: 115 Baumaßnahmen liegen auf Eis































