Benedikt Nufer
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Niedmers: Senator Horch muss sich endlich der Realität stellen und ein weiteres Abrutschen des Hafens verhindern

Im Zuge der gemeinsamen Jahrespressekonferenz der Hamburg Port Authority (HPA) und der Hafen Hamburg Marketing wurden die aktuellen Umschlagszahlen des Hamburger Hafens für das Jahr 2015 präsentiert. Danach hat der Hamburger Hafen dramatische Verluste im Containerumschlag sowie im gesamten Seegüterumschlag zu verzeichnen.

Dazu erklärt Ralf Niedmers, hafenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Mit einem Rückgang des Containerumschlags um 9,3% noch unter das Umschlagsniveau des Jahres 2005 ist die schwere Krise des Hamburger Hafens nicht länger zu leugnen. Herr Horch muss sich endlich der Realität stellen und ein überzeugendes und tragfähiges Konzept zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Hafens vorlegen. Wenn die Schiffe nicht mehr in den Hamburger Hafen kommen, nützen auch die besten Hinterlandanbindungen nichts mehr. Der Vergleich mit den Konkurrenzhäfen Antwerpen (+7,5%) und Rotterdam (-0,5%) beweist, dass sich unsere Position im europäischen Wettbewerb weiter verschlechtert hat. Der Rückgang des Exports im Seegüterumschlag um 6% passt zudem nicht mit dem Exportrekord Deutschlands im Jahr 2015 zusammen. Der Zuwachs beim Massengutumschlag ist erfreulich, kann aber nicht annähernd den dramatischen Einbruch beim Stückgut (-14,1%) und den Containern kompensieren, so dass unter dem Strich ein deutliches Minus beim Seegüterumschlag bleibt (-5,4%). Die Beschwichtigungsversuche des lange untätigen Hafensenators Horch lösen die strukturellen Probleme nicht und sind deshalb gefährlich für die Zukunft des Hamburger Hafens. Rot-Grün muss endlich alles dafür tun, dass der Hamburger Hafen wettbewerbsfähig bleibt und nicht weiter zurückfällt. Voraussetzung dafür ist eine zügige Umsetzung der Fahrrinnenanpassung der Elbe, eine verbesserte Hafeninfrastruktur durch Rücknahme der verheerenden Investitionskürzungen, die dauerhafte Beseitigung der Schlick-Problematik sowie stabile wirtschaftliche Bedingungen für die Hafenunternehmen und auch die Reeder.“